Als Erste in den Niederlanden wird Geo Plus das Verfahren des Laserscannings vom Wasser aus einsetzen. Mit dieser Methode können verschiedene Objekte, die vom Wasser aus gesehen werden können, wie Brücken, Schleusen, Häfen, Anlegeplätze, Wasserbuhnen, Dammwände oberhalb der Wasserlinie usw. abgetastet und ins Bild gebracht werden.
Der Full Circle laser scanner Riegl VMX-250 von Riegl, kombiniert mit dem Bewegungssensor Hydrins III von IXSEA und der Geo Plus Messapparatur bilden eine hoch qualitative Plattform zur Datengewinnung vom Wasser aus.
Alle Systeme werden im Daten- und Verarbeitungssystem QINSy von QPS aus Zeist (Niederlande) integriert. Die Sensor Daten werden in Echtzeit in einer kompletten georeferenzierten Punktwolke verarbeitet. QINSy weist allen Systemdaten eine sehr genaue UTC Zeit mit einer Genauigkeit von weniger als einer Millisekunde zu. Das System ist in der Lage mehr als 300 000 Datenpunkte pro Sekunde in Echtzeit zu lesen und zu verarbeiten. In der gleichzeitigen Verarbeitung von Laserdaten und Multibeamdaten ist QINSy einzigartig. Kostbare und zeitraubende Nachbearbeitung gehören hierbei der Vergangenheit an. Um die erhaltene Punktwolke schnell und einfach in ein 3D CAD Modell oder in 3D Karten umzusetzen wird Leica HDS Cyclone 7 verwendet. Ein wichtiges Merkmal von Leica HDS Cyclone ist, dass es mit einer sehr großen Menge von Daten, die beim Laserscannen gesammelt werden, umgehen kann.
Leica HDS Cyclone 7 wird von vielen Personen und Firmen als Standard auf dem Markt erkannt, wenn es um das Versammeln, Darstellen, Bearbeiten und Analysieren von 3D Punktwolken geht. Mit Leica Cyclone können Gigabytes von Punktwolkendaten vor Ort beschaut werden. Weiterhin kann überprüft werden ob alle benötigten Informationen erhalten und ob die Daten korrekt sind. Später werden die Daten mittels Leica HDS Cyclone in das gewünschte Endprodukt des Kunden umgesetzt, das zum Beispiel ein 3D CAD Model eines gemessenen Anlegers oder einer Brücke kann sein.
Für diesen Zweck hat Geo Plus einen mobilen Aufbau für den Laserscanner entwickelt. Dieser kann auf allen Schiffen der Firma angebracht werden. Zusätzlich kann mit diesem Aufbau das System perfekt kalibriert werden.
Bestimmen von Durchfahrthöhen von Brücken
Ein zusätzliches Anwendungsgebiet dieser Laserscantechnik ist das Messen des vertikalen Abstands unter Brücken. Durch das Scannen der Unterkante einer Brücke mit sehr hoher Genauigkeit (<2cm) kann der niedrigste Punkt dieser Brücke bestimmt werden ( Höhe in NN). Anschließend wird der Wasserstand abgezogen und somit ist die Durchfahrtshöhe der Brücke bekannt. Selbstverständlich ist diese genau bestimmte Durchfahrthöhe von notwendiger Bedeutung für die Binnenschifffahrt. Wenn die Messungen über einen längeren Zeitraum immer wieder wiederholt werden, so kann die Brücke auf Senkungen und Spaltbildungen kontrolliert werden. Ein großer Vorteil der neuen Laserscanmethode gegenüber der alten Methode mit einem Tachymeter zu messen, ist, dass die neue Methode sehr viel schneller und somit auch kostengünstiger ist. Siehe auch: Inspektion von Dammwänden.


Laserscanbild der Prinz Willem Alexanderbrücke.